FAQ-Liste mit häufigen Fragen und Antworten

Hier findest Du eine Liste mit häufigen Fragen und Antworten. Ist Deine Frage nicht beantwortet? Schicke eine Mail an unsere Mitgliederverwaltung und wir kümmern uns darum.

1. Woher bekomme ich mein Gemüse?

Das Gemüse wird in selbst organisierten Depots abgeholt. Die Depots sind in Hannover-Linden, Hannover-Davenstedt, Hannover-List, Leveste, Degersen/Lemmie und Wennigsen. Gerne können die Mitglieder ein neues Depot gründen. Einer holt dann nachmittags die Gemüsekisten vom Hof ab und stellt sie den anderen Depotnutzern zur Abholung zur Verfügung.

2. Wie oft bekomme ich mein Gemüse?

Das erste frische Gemüse im Jahr wird je nach Witterung am Ende des Frühlings geerntet.Der Abholtag ist der Dienstagnachmittag bzw. -abend. In Linden gibt es einen zweiten Tag, das ist der Donnerstag. Hier kannst Du Dich für einen der Wochentage entscheiden, an dem Du dann Dein Gemüse abholst.
In der Winterzeit gibt es Lagergemüse aus der sogenannten Erdmiete. Der Abholrhythmus wechselt dann auf zweiwöchentlich. Bei Frost kann die Erdmiete nicht geöffnet werden. Dann kann kein Gemüse ausgegeben werden. Sobald es möglich ist, beginnt die Ausgabe wieder an den festgesetzten Abholtagen.

3. Wie groß ist der Ernteanteil und welches Gemüse gibt es?

Das ist ganz unterschiedlich, weil saisonabhängig. Je nach individueller Ernährungsweise (vegetarisch/vegan/fleischessend) kommen im Sommer eine Person oder auch zwei oder auch eine Familie/WG mit der Menge eines Anteils aus. Im Frühjahr kann es im Übergang von Winter- zu Sommergemüse eine kurze Zeit geben, wo es kein Gemüse gibt, weil das vom Winter aufgebraucht ist und das vom Frühling noch nicht geerntet werden kann. So wie die Natur uns dies eben ermöglicht. Im Winter gibt es z.B. Kohl, Kürbis, Zwiebeln, Äpfel und Karotten. Im Sommer ist das Angebot vielfältiger mit Salaten, Tomaten, Zucchini, Rote Bete, Rettich, Blumenkohl, Kohlrabi etc, was halt im Sommer so wächst und gedeiht. Hier unser Saisonkalender.

4. Gibt es auch Obst?

Im Herbst gibt es Äpfel von den eigenen Streuobstwiesen mit alten Apfelsorten und auch Birnen. Im Sommer gibt es ab und zu mal Obst wie Johannisbeeren oder Kirschen. Der Hauptanteil besteht aber aus Gemüse.

5. Was ist, wenn eine Gemüsesorte ausfällt, wird dann Gemüse dazu gekauft?

Unser Gemüse wird von unseren Gärtnern selber ausgesät und gezogen, d.h. wir kaufen kein Gemüse dazu. Als Erzeuger-Verbrauchergemeinschaft erhalten wir die Früchte der Arbeit und tragen auch das Risiko von Ernteausfällen mit. Sollte eine Kultur Pilzen, Bakterien oder anderen Schädlingen zum Opfer fallen, so kann sie auch nicht ausgeliefert werden.

6. Mitarbeit

Auch in Sachen Beikraut, welches manuell und natürlich ohne Spritzmittel beseitigt wird, wird es immer wieder notwendig sein, dass MitgärtnerInnen auch direkt auf dem Acker beim jäten und hacken helfen, damit die Idee ´Solawi´ auch funktionieren kann. Mithilfe in der Gärtnerei durch die MitgärtnerInnen ist generell immer willkommen und spontan möglich.

7. Welche Gemeinschaftsaktivitäten gibt es?

Als festen Termin gibt es durch fast das gesamte Jahr das Gemeinschaftsgärtnern an einem festen Samstag des Monats. Wer will, kann aber auch jederzeit unter der Woche zum Gärtnern in freier Natur vorbei kommen oder sich mit anderen zum "Feierabendbeikrautzupfing" verabreden.

Es wird wieder ein Erntefest und im Herbst die Apfelernte geben und es können gemeinsame Veranstaltungen in der Gärtnerei gestaltet werden (Kochen, Info-Abend etc.). Außerdem nehmen wir mit interessierten Mitgliedern an Veranstaltungen teil (z.B. Utopianale, Veganer Weihnachtsmarkt, Demo gegen Hühnermaststall in Wietze...) auf denen wir uns und das Thema der Solidarischen Landwirtschaft vorstellen. An wechselnden Orten findet relativ regelmäßig meist in Hannover ein Stammtisch in lockerer Runde statt.

Dreimal im Jahr laden wir zu eine Mitgliederversammlungen ein. Auf einer davon, der Jahreshauptversammlung, wird das Jahresbudget beschlossen, der Richtwert für einen Anteil bekannt gegeben und alle MitgärtnerInnen geben ihre Gebote auf ihren Anteil ab. Mehr dazu findest Du unter Punkt 8.

Neue Ideen und Mitwirkende sind herzlich willkommen.

8. Wie finanziert sich die SoLawi?

Verein und Gärtnerei kooperieren miteinander. Gemeinsam wird das Jahresbudget mit allen anfallenden Kosten erstellt. Die Mitglieder unserer SoLawi tragen die Kosten durch ihre Beiträge.

Es wird kein Gemüse auf dem freien Markt verkauft. Die gesamte Ernte wird unter den MitgärtnerInnen verteilt.

9. Wie lege ich meinen Monatsbeitrag fest?

Auf der Jahreshauptversammlung wird von den Gärtnern der neue Jahresplan vorgestellt mit den Einzelpositionen für die zur Bewirtschaftung Geld benötigt wird, Gehalt, Samen, Dünger, Pacht, Gewebeplane, Biozertifzierung, Material etc. Der Jahresbeitrag wird durch die Anzahl der Anteile geteilt. Daraus ergibt sich der monatliche Beitrag für einen Anteil. Dies stellt einen Richtwert dar. Je nach Deinen finanziellen Möglichkeiten gibst Du mehr oder auch weniger.

Auf der Jahreshauptversammlung schreibt jedes Mitglied den Monatsbeitrag, den er bereit ist zu zahlen mit seinem Namen auf einen Zettel (=Gebot). Die Gebote aller Mitglieder werden dann zusammengerechnet. Ist das Jahresbudget erreicht, ist das eigene Gebot der Monatsbeitrag für das jeweilige Mitglied. Wurde es nicht erreicht, wird die Differenz bekannt gegeben und es geht in eine zweite oder dritte Gebotsrunde. Jeder sollte dann überlegen, ob er nicht noch ein paar Euro höher gehen kann. Ziel bei den Geboten ist, auch Mitgliedern, die nicht so viel Geld haben, eine Teilnahme zu ermöglichen. Somit sind wir doppelt solidarisch: Einmal unseren Gärtnern gegenüber, da wir Ertrag und auch Verlust miteinander teilen aber auch den Mitgliedern gegenüber.

10. Wie kann ich mich außerdem beteiligen?

Wir sind als Verein organisiert. Hier gibt es vielfältige Möglichkeiten, sich in die Vereinsarbeit einzubringen. Unser Anliegen ist außerdem die Bekanntmachung und Verbreitung der Solidarischen Landwirtschaft wie auch die Unterstützung neuer Initiativen. Dazu nehmen wir an unterschiedlichen Veranstaltungen teil und gehen über Presse und andere Medien an die Öffentlichkeit.

11. Welche Chancen und Risiken hat das Modell einer Solidarischen Landwirtschaft für mich als Verbraucher?

Die Chancen bestehen darin, gesundes und regionales Bio-Gemüse (bei uns bio-vegan) zu erhalten, einen Bezug zum Erzeuger zu haben, selber über das angebaute Gemüse mitbestimmen zu können, in der Gemeinschaft und bei der Arbeit auf dem Feld mitwirken zu können und auch an einer Ernteschwemme profitieren zu können.

Die Risiken bestehen in Ernteausfällen die durch das Wetter oder schlechte Samenqualität oder Schädlingsbefall entstehen können. Gerade im Winter kann es passieren, dass wir wegen langem Frost an unsere Wintergemüse in der Erdmiete nicht ran kommen, der Beitrag aber weiter gezahlt wird. Außerdem gibt es nur das saisonale Gemüse und nicht immer alles in der Menge, die der Einzelne so wünscht. Geerntet und verteilt wird das, was gerade reif ist. Somit gibt es Zeiten in denen es von einer Gemüsesorte recht viel gibt (z.B. Tomaten, Zucchini, Kürbis, Weisskohl, Salat).