Offene Rückmeldung auf Arnes Bitte um Feedback

SoLaWi Wildwuchs Foren Forum zur JHV Offene Rückmeldung auf Arnes Bitte um Feedback

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    Anne und Freya
    Gast

    Wir möchten hier einige Punkte ansprechen, die in anderen Beiträgen in unseren Augen noch nicht oder nur am Rande angesprochen wurden, die wir aber als wichtig betrachten.

    Arne spricht in seiner Mail von Differenzen zwischen dem Vorstand und der Gärtnerei, da klingt es, als wäre die Gärtnerei ein homogenes System. Der Vorstand hat in seiner Rundmail vom 11.12. bereits erwähnt, dass er in den letzten Monaten von den Gärtner*innen aufgrund vorhandener Missstände angesprochen wurde. Wir möchten nachfolgend gerne auf diesen Punkt noch einmal genauer eingehen, weil wir glauben, dass das vielen Mitgliedern bislang nicht bewusst ist.
    Wir kennen Katrin seit zwei Jahren und sind auch über sie in die SoLaWi gekommen. Seitdem wir sie kennen, erzählt sie immer wieder von längeren und kürzeren Ausfällen Arnes. Es gab in jeder Hochsaison mindestens einen langen Ausfall und zwischenzeitlich immer wieder tage- oder wochenweise Abwesenheiten aufgrund von Arnes Gesundheit oder der seiner Angehöriger. Zunächst haben wir uns das relativ unbeteiligt angehört, spätestens seitdem wir selbst Mitglied in der SoLaWi geworden sind (wir teilen uns einen Anteil), haben wir immer häufiger nachgefragt à la „muss man das nicht mal mit den Mitgliedern besprechen?“ – so, wie wir es erlebt haben, war es eher der Regelfall, dass Arne nicht da ist als anders herum. Es ist also keineswegs so, dass Arne in diesem Jahr (oder auch im letzten) von einmaligen gesundheitlichen Beeinträchtigungen überrascht wurde.
    Diese dauernden Ausfälle waren für das gesamte Gärtnerteam eine massive Mehrbelastung und gerade für Katrin, der die Rolle einer „Ersatzchefin“ zugefallen ist, eine große Belastung und ungewollte Mehrverantwortung.
    Nachdem es sich nun abzeichnete, dass die Gärtner*innen ins dritte Jahr (in innerhalb von vier Jahren) startete, welches voraussichtlich zu großen Teilen ohne Arne abgewickelt werden musste, war die Belastung so groß, dass sich die Gärtner*innen nach langer Hin- und Hergerissenheit an den Vorstand gewandt haben, um für die Situation eine gute Lösung zu finden. Jedweder Versuch, der in diese Richtung gärtnereiintern bis dato an Arne herangetragen wurde, führte zu keinen Veränderungen.

    Zum einen ging es bei dem Unterstützungsgesuch an den Vorstand darum, umzuplanen, sodass genug Arbeitskraft akquiriert werden kann, um die Arbeit der Saison zu schaffen, ohne dass es Qualitätsverluste gibt. Zum anderen wurde es vom Team der Gärtnerei als nicht mehr weiter tragbar angesehen, dass Arne sein volles Gehalt erhält und außerdem mit dem Argument der Chefposition auch noch deutlich mehr verdient als jede*r andere.
    Der Vorstand hat daraufhin neben den Herausforderungen, die uns Corona dieses Jahr in jeder Hinsicht bereitet hat, einen massiven Mehraufwand auf sich genommen, um in diesen Punkten eine Verbesserung für jede Seite herbeizuführen. Die Gegenüberstellung „Ist – Soll Zustand“, die Arne in seiner Beschwerdemail über den Vorstand zitiert, ist beispielsweise vom Vorstand erarbeitet worden. Der Vorstand hat mehrere „runde Tische“ mit allen Beteiligten einberufen und hier massive Vorarbeit geleistet durch intensive Recherche, durch die Evaluierung der diesjährigen Mitglieder-Umfrage, durch das Erarbeiten konstruktiver Vorschläge, durch ein Durchrechnen des Budgets, Entwurf von alternativen Stundenverteilungen etc.
    In dieser ganzen Zeit ist uns der Vorstand dadurch aufgefallen, wieviel Engagement und Arbeit sich die Vorstandsmitglieder gemacht haben, um die Belange, für die Arne sich lange Zeit taub gestellt hat, zu verändern.
    Auch in der jetzigen Situation können wir wieder nur staunen über das Engagement des Vorstandes; eigentlich ist die Mammutaufgabe derzeit die Organisation einer JHV, die schriftlich stattfinden muss. Dennoch; von Arne kommt eine Mail, in der er die Mitglieder um Feedback bittet, und voilà, in innerhalb von ein paar Stunden wird ein komplettes Forum eingerichtet und es werden mehrere Stellungnahmen geschrieben. Und das, nachdem Arne dem kompletten Vorstand die Kooperation gekündigt hat. Respekt für den unermüdlichen Einsatz an dieser Stelle und die vielen investierten Stunden.

    Nun noch zu einigen Punkten, die Arne thematisiert hat:
    Dass vor 10 Jahren die SoLaWi gegründet wurde und damals bestimmte Bedingungen ausgehandelt wurden, ist für uns kein gültiges Argument. Wie in anderen Beiträgen schon angesprochen wurde, ist das unternehmerische Risiko für Arne im SoLaWi-Modell sehr überschaubar, er hat es mit uns als Verein also durchaus bequem und sicher. Das geht aber auch damit einher, dass verschiedene Punkte von der Gemeinschaft im Konsens beschlossen werden müssen. Der Vorstand, der von uns Mitgliedern gewählt wurde, um unser kollektives Interesse zu vertreten, hat in unseren Augen in dieser Situation jedes Recht (und auch die Pflicht) gehabt, sich Arnes Budgetvorstellungen im Detail anzuschauen, Zahlen zu hinterfragen und von Arne schlüssige Erläuterungen zu seiner Aufstellung zu erhalten und, sofern diese nicht kommen, Änderungsbedingungen aufzustellen. Sowohl die Mitgliederumfrage hat gezeigt, dass die Mitglieder mit dem Verhältnis von Menge zu Kosten nicht zufrieden sind, und auch das Gärtner*innenteam hat berechtigt massive Kritik und Forderungen nach Angleichung und Umverteilung der Verantwortung gefordert. Der Vorstand hat hier unseres Erachtens vollkommen legitim und seinem Auftrag folgend gehandelt.
    Und es ist uns darüber hinaus tatsächlich nicht begreiflich, wie Arne sich nicht spätestens nach dem ersten Ausfall mit genau solchen Fragen wie Zusatzversicherungen oder perspektivischer Möglichkeit, weiter in diesem Beruf arbeiten zu können, beschäftigt hat. Das suggeriert uns die Haltung: wieso was ändern, die Mitglieder zahlen ja. Das empfanden wir als Missbrauch des Vertrauensvorschusses, den Mitglieder geben, indem sie sich für ein komplettes Jahr ohne wenn und aber verpflichten. Die Entscheidung, 100 € im Monat (bzw. 50 €, je nachdem, mit wievielen Leuten man den Anteil teilt) für qualitativ hochwertiges, nachhaltiges, lokal produziertes Gemüse auszugeben, treffen wir beide (und wahrscheinlich auch jedes andere Mitglied ) nicht leichtfertig. Wir haben uns bewusst für das solidarische Prinzip entschieden. Dieser Vertrauensmissbrauch war nun einer der Gründe, die SoLaWi zum Ende des Jahres zu verlassen.
    Dass der Vorstand einen Berater aus dem SoLaWi-Netzwerk konsultiert hat, war in dieser Situation, in der es darum ging, die SoLaWi kosteneffizienter zu machen (was ja im Interesse und Wohle aller ist und nichts mit Götzenanbetung der marktwirtschaftlichen Effizienz zu tun hat, so wie Arne es darstellt), sehr sinnvoll. Auch können wir den Punkt nicht nachvollziehen, dass Arne sich hierdurch betrogen fühlt, denn es handelt sich ja um eine Beratung ohne Handlungszwang und eine Möglichkeit, die SoLaWi attraktiver zu gestalten. Denn wie wir alle wissen, sind wir nicht die einzige SoLaWi im Raum Hannover und eine regelmäßige Weiterentwicklung daher unabdingbar.

    Ein Punkt, der uns am Ende unseres sehr langen Textes zu betonen noch sehr wichtig ist, ist folgender; wir finden, dass Arne völlig verkennt, wie viele Leute hier ehrenamtlich einen großen Teil ihrer Zeit opfern, um die Situation für alle Beteiligten wieder in gute Bahnen zu lenken. Dem Vorstand hier das Misstrauen auszusprechen und die Kooperation zu verweigern, finden wir gelinde gesagt undankbar und wenig wertschätzend. Aber auch ganz pragmatisch gesehen wundern wir uns über seine Haltung, denn was man bedenken muss: findet sich kein neuer Vorstand, muss der Verein der Rechtslage nach (soweit wir wissen) aufgelöst werden. Dann steht Arne von heute auf morgen ohne SoLaWi da. Gerade unter diesem Gesichtspunkt können wir überhaupt nicht verstehen, dass er hier nicht viel mehr proaktiv arbeitet. Wir sehen keine Reaktionen von ihm in dem Forum, was eigens auf seinen Aufruf hin eingerichtet wurde. Uns ist nicht bekannt, dass Arne etwas dafür tut, um dem Vorstand bei den derzeitigen Problemen unter die Arme zu greifen. Man könnte doch denken, dass er jetzt alles dransetzen müsste, den Verein nicht zu verlieren, als umgekehrt..?

    Freya ist in mehreren Vereinen unterschiedlicher Größe Mitglied und erlebt es nirgendwo, dass so viel Verantwortung auf Ehrenamtliche abgewälzt wird. Die Organisation der JHV ist hier ein weiteres Beispiel. Dass diese verwirklicht werden kann, ist ja ein essenzieller Teil davon, dass die SoLaWi weitergeführt werden kann. Da finden wir es ein nicht tragfähiges Argument, sich auf die Verantwortlichkeit des Vorstandes zurückzuziehen und untätig zu bleiben.
    Wir können also nicht nachvollziehen, dass Arne sich hier auf die Position eines existenzbedrohten Familienvaters stellt, der von einem herrischen Vorstand um sein Geld betrogen wird. Unseres Erachtens sind nun endlich die Änderungen angestoßen, die die Missverhältnisse korrigieren würden. Arne muss dort nicht mitziehen, aber dann ist es seine eigene Verantwortung, für die Zukunft eine Alternative zu finden. Und wir denken, dass er hier mit dem SoLaWi-Konzept doch eigentlich sehr gut bedient ist, zumal es wirklich niemand böse mit ihm meint.

    Wir wünschen der SoLaWi als Verein und der Gärtnerei Wildwuchs daher, dass in naher Zukunft die gröbsten Unstimmigkeiten begradigt und wieder konstruktiv an der Weiterentwicklung im Sinne Aller gearbeitet werden kann. Arne wünschen wir, dass er die Gemengelage noch einmal aus einer anderen Perspektive betrachten kann und sehen kann, wieviel Potenzial und Unterstützung vorhanden ist und diese Ressourcen gut nutzen kann. Weiterhin wünschen wir ihm eine vollständige und baldige Genesung und für die Zukunft ihm und seiner Familie, der Gärtnerei und dem Verein nur das Beste.

    Beste Grüße
    Anne und Freya

    #483 Antworten
    nathalie
    Gast

    Das Forum entstand, nicht auf Arnes Wunsch. Das ist falsch ! Es wurde eingerichtet um eine Diskussion über den alle@wildwuchs-Verteiler zu verhindern.

    Soweit ich mich an inhaltliche Debatten um die Organisation der SoLawi aus letzten JHV erinnere, ist die SoLawi mit der Wahl der Orga via Verein nicht mit anderen Vereinen zu vergleichen. Vorrangig ist es eine SoLawi mit Mitmachern.

    #484 Antworten
    Susanne
    Gast

    Hallo in die Runde,

    Vielen Dank für diesen sehr umfassenden Beitrag, der sehr viele wichtige Punkte enthält, die ich im Wesentlichen auch so wahrgenommen habe.
    Für mich ergeben sich ergänzend einige Fragen, die ich aber im Thread „Fragen an den Vorstand“ stellen werde, ich denke, da gehören sie hin.

    Schade, dass diese Situation Euch dazu gebracht hat, Eure Mitgliedschaft zu kündigen…

    Alles Gute und vielen Dank!

    #494 Antworten
    Benjamin
    Gast

    Hallo zusammen,
    da ich von einem Mitglied angsprochen wurde meine Meinung zum besten zu geben, mache ich das hiermit.
    Zunächst möchte ich mitteilen, dass ich großen Respekt vor der Arbeit der Gärtnerinnen, Arne, dem Vorstand und allen anderen ehrenamtlichen Personen habe. Nun zur Konfliktsituation. Da zum Streit immer zwei gehören, finde ich es legitim wenn jeder seine Sicht der Dinge zunächst darstellt. Jedoch kann ich nicht nachvollziehen, warum Arne die Bitte nach einer Aussprache mit einer externen und neutralen Person abgelehnt hat. Wenn die eingenen Kolleginnen dich darum bitten, ist dies ein absolutes Warnsignal und sollte ernst genommen werden. Ich kann außerdem absolut nachvollziehen, dass die Motivation der Gärtnerinnen sinkt, wenn Arne häufig ausfällt und dazu noch ein größeres Gehalt bekommt. Mein Lösungsvorschlag ist, dass jeder der mehr als sechs Wochen bzw. 30 Tage im Jahr ausfällt analog zum Entgeltfortzahlungsgesetzt nur noch 70% des bisherigen Gehalts bekommt und das eingesparte Gehalt am Ende des Jahres auf die Gärtnerinnen umgelegt wird, die weniger als 6 Wochen bzw. 30 Tage im Jahr krank waren. Taktisch unklug finde ich es auch von Arne die Zusammenarbeit mit dem Vorstand einfach so aufzukündigen. Aus meiner Sicht hat der Vorstand vollkommen nachvollziehbar gehandelt. Zumal er auf Bitte der Gärtnerinnen tätig geworden ist. Außerdem haben wir noch keinen Vorstand gefunden und gewählt. Wer diese Arbeit in dieser Situation machen möchte, vor dem ziehe ich meinen Hut. Ich werde mir das Jahr 2021 in der Solawi genau anschauen. Sollte es keine Besserung geben, werde ich schweren Herzens meine Kündigung einreichen müssen. Noch eine persönliche Nachricht an Arne. Ich finde, dass du auf der zwischenmenschlichen Ebene ein toller Mensch bist und auch du viel für das Projekt geleistet hast. Bitte nimm meine Kritik nicht persönlich. Im chinesisichen bedeutet dass Wort Krise nicht nur ein negativer Zustand, sondern auch Veränderung. Mögen wir uns alle in 2021 positiv verändern! Freundliche Grüße Benjamin

    #5233 Antworten
    max
    Gast

    <u>нафт</u>

    #5234 Antworten
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    <u>50.6</u>

    #5235 Antworten
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    <u>Bett</u>

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    <u>Bett</u>

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    <u>Jump</u>

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    <u>журн</u>

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    <u>slow</u>

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